Von Legenden und Sagen

Stephan Glunk bei der Präsentation der Neuauflage des Heftes »Die Sagen vom Poppele« in der Zunftschüür. Bild: G. Verchio

Neues Poppeleheft in Grundschulen verteilt

Mystisch könnte es in den nächsten Wochen in den Singener Grundschulen zugehen. Wie Stephan Glunk beim Medientermin in der Zunftschüür mitteilte, soll das in vierter Auflage produzierte Heft »Die Sagen vom Poppele« in der Zeit vor und während der Fasnacht den jungen Schülern die Geschichten rund um den sagenumwobenen Poppele näher bringen.

Insgesamt 3.500 Exemplare des Heftes werden an die Singener Grundschulen und den Ortsteilen sowie in den fünften und sechsten Klassen an jeden Schüler verteilt. Das Heft enthält alle 25 Sagen rund um den Poppele, die seit Jahrhunderten überliefert werden, und die die Lehrer in den Fächern Deutsch, Geschichte oder Bildende Kunst im Unterricht einbinden können um das Wesen der Sagen zu erarbeiten. So sind Erzählungen wie »Warum muss der Poppele als Geist umgehen?«, »Wer war der Burgvogt Popelius Maier?« oder »Der Poppele und das Eierweib« eine interessante Lektüre für die Vorfasnachtszeit. Das Heft ist gespickt mit Karikaturen von Peter Kaufmann.

»Die Geschichten zeigen, dass der Poppele zwar ein Schelm ist, der gerne Streiche spielt, aber keinem schadet«, so Glunk. Dies sei auch die Botschaft an die Kinder und Jugendlichen: Dass die Fasnacht eine lustige Zeit ist, aber man nichts tun sollte, was anderen schaden könnte.

Das Poppeleheft sieht sich als Ergänzung zu der Medienmappe, welche in den Schulen und Kindergärten vorliegt. Diese enthält eine DVD mit Texten für den Unterricht, aber auch eine CD mit Liedern und Märschen der Poppelezunft wie »Hoorig isch de säll« oder »S’goht degege, Mamme häng de Schurz a d’Wand«. Des weiteren können Lehrer ihren Unterricht mit dem Fasnachtsfilm aus dem Jahr 2010 ergänzen, der mit einem Fragebogen aufwartet und sowohl über eine lange als auch eine gekürzte Fassung Stoff für eine Doppelstunde liefert. Die Schüler können sich somit auf eine spannende und närrische Zeit einstellen.

Quelle: 25.01.2019, Wochenblatt Redakteur @: Graziella Verchio