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Juni 2018 
De Zeremonienmeister mont...

Anmeldung zum Narrentreffen Offenburg 2019

Es ist bereits bekannt, dass wir am 27.01 2019 zum eintägigen Narrentreffen nach Hirrlingen und am 16./17.02.2019 zum zweitägigen Narrentreffen nach Offenburg fahren werden.
Nach Hirrlingen werden wir mit dem Bus fahren und die Fahrt nach Offenburg ist noch in Planung. Wenn alles klappt, werden wir mit einem Sonderzug fahren können. Nähere Informationen erhaltet ihr auf der Mitgliederversammlung am 20.07.17
  • Ich konnte für das Narrentreffen in Offenburg 65 Doppelzimmer im B&B Hotel, Freiburger Straße 43 in 77652 Offenburg, reservieren.
  • Der Preis pro Person und Nacht im Doppelzimmer einschl. Frühstück beträgt 42,50 EUR.
  • Die Reservierungen der Zimmer können ab sofort erfolgen.
  • Die verbindliche Buchung erfolgt nach Reihenfolge der Buchungseingänge.
  • Sollte jemand nach Anmeldung der Übernachtung und Zahlung am Narrentreffen nicht teilnehmen können, so bitte ich, eigenständig nach Ersatzpersonen zu suchen.
  • Eine Stornierung und Rücküberweisung ist leider nicht möglich.
  • Die Anmeldung erfolgt mit der Überweisung des entsprechenden Betrags auf das Narrentreffenkonto:
    IBAN DE42 6925 0035 0004 9131 90
    BIC: SOLADES1SNG
  • Bitte bei der Überweisung unter Betreff „Zimmerbuchung Offenburg“ vermerken. Der Anmeldeschluss ist der 11.11.18 um 11.11Uhr.

    Euer Zeremonienmeister Ingo Arnold
Mai/Juni 2018
Klare Wahlen der Gruppenführer
Alle zwei Jahre finden in der Zunft Wahlen statt. Auch die Gruppenführer standen in ihren Gruppenversammlungen zur Wahl, und die Gruppenversammlungen haben alle stattgefunden und es wurde dort gewählt mit dem folgenden Ergebnis: beim Fanfarenzug wurde Christian Wüst, bei den Zunftgesellen Markus Stengele und bei den Hansele und Hoorigen Bären Fränki Kraus wiedergewählt. Für die bei der Rebwieberversammlung nicht mehr zur Wahl stehende Heiko Osann, die von der Versammlung mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde, wurde Bettina Kraus zur neuen Rebwiebermodder gewählt. Nach dem Beschluss des Geschäftsführenden Rates, die Gruppe der Schellehansele zu einer eigenständigen Gruppe zu machen, gab es auch eine Versammlung der Schellehansele, und Sabine Dietz wurde zur Schellenhanselemodder gewählt. Alle Wahlen erfolgten bis auf zwei Enthaltungen einstimmig, was für die gute Stimmung in unseren Gruppen spricht. Alle Gruppenführerinnen und -führer bedürfen nun noch der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung
 
10.06.2016
Fränki Kraus wiedergewählt

Mit 100% der anwesenden Stimmen der Hansele- und Hoorige-Bärengruppe wurde Fränki Kraus für seine Arbeit als Gruppenführer für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.
08.05.2018
Bettina Kraus neue Rebwiebermodder

In einem rappelvollen Poppelesaal in der Zunftschüür wurde am Mittwoch, 8. Mai, Bettina Kraus als Nachfolgerin von Heike Osann zur Rebwiebermodder der Poppele-Zunft gewählt. Zuvor hatte Heike Osann in ihrem Bericht das Jahr Revue passieren lassen und von einer schönen und erfolgreichen Fasnet 2018 gesprochen. Im Rückblick auf ihre zehn Jahre als Rebwiebermodder zeigte sich Heike stolz auf viele schöne Ereignisse, die die Rebwiebergruppe unter ihrer Leitung erlebt habe. Sie bedankte sich bei ihrer Gruppe und ihren vielen Helferinnen und erhielt von den Anwesenden am Schluss ihrer Rede stehende Ovationen. In der von Zunftmeister Stephan Glunk geleiteten geheimen Wahl wurde mit 69 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen Bettina Kraus zur Nachfolgerin von Heike Osann gewählt. Der Beifall der Anwesenden, darunter auch Zunftkanzler Ali Knoblauch, Säckelmeister Holger Marxer und die Gruppenführer Markus Stengele und Fränki Kraus, war groß. Gemeinsam beendeten die alte und die neue Rebwiebermodder nach einer Stunde die Versammlung.

v.l.: Andrea Rudolph, Heike Osann, Bettina Kraus, Sabine Dietz

 

14.04.2018
Neue Gruppenführerin bei den Schellehansele: Sabine Dietz

Zur neuen Gruppenführerin der Schellehansele wurde am Freitag, 13. April, in der Zunftschüür Sabine Dietz gewählt. Sabine Dietz ist Nachfolgerin von Andrea Rudolph, die bisher die Gruppe der Schellehansele geleitet hatte. Zu Beginn der Versammlung gab Andrea Rudolph einen kurzen Überblick über die vergangene Fasnet. Vor der Wahl bedankte sich Zunftmeister Stephan bei Andrea, auf deren Initiative hin das Schellehanselehäs eingeführt worden war, für ihre jahrelange Tätigkeit als Gruppenführerin. Stephan erklärte überdies, dass die Schellehansele künftig als eigenständige Gruppe geführt werden sollen und dazu eine Satzungsänderung nötig sei, die in der kommenden Mitgliederversammlung beschlossen werden solle. Künftig würden also die weiblichen Mitglieder der Zunft in zwei Gruppen geführt, wie das bei den Gruppen der Zunftgesellen und der Hansele/Hoorigen Bären schon lange gemacht werde. Vor ihrer Wahl ergriff Sabine Dietz das Wort und machte deutlich, dass sie sich auf ihre neue Aufgabe freue und besonders dafür sorgen wolle, dass die Gruppenmitglieder sich bei den verschiedenen Anlässen präsenter zeigen werden. Nach der einstimmig erfolgten Wahl bedankte sich Rebwiebermodder Heike Osann mit einem Blumenstrauß bei Andrea Rudolph und wünschte - ebenfalls mit einem Blumenstrauß - Sabine Dietz viel Glück in ihrem neuen Amt. Sabine spendierte den Anwesenden zum Abschluss noch ein Gläschen Sekt und der Zunftmeister verkaufte - wie üblich - Lose für die Tombola beim Narrenschopffest am 5./6. Mai.

v.l.: Heike Osann, Andrea Rudolph, Sabine Dietz

03.05.2018
Markus Stengele führt ins 21. Jahr

Mit großem Dank und viel Stolz würdigte Markus Stengele die geleisteten Arbeiten seiner tollen Zunftgesellengruppe in den letzten 20 Jahren und steht für weitere zwei Jahre als Zunftgesellenboss an deren Spitze.

Am 3. Mai 2018 um 20 Uhr fand die Gruppenversammlung der Zunftgesellen in der voll besetzten Zunftstube der Zunftschüür statt. Viele Ratskollegen, Ehrenräte und die gesamte Vorstandschaft waren außer den vielen Zunftgesellen zu der Versammlung erschienen. Der wichtigste Punkt vorweg: Der bisherige Gruppenführer Markus Stengele wurde einstimmig von der Versammlung wiedergewählt und bleibt auch nach 20-jähriger Tätigkeit in seinem Amt.

Nach Begrüßung, Totenehrung und kurzer Vorstellung der neuen Zunftgesellen gab es von Markus einen umfangreichen Rückblick über zahlreiche Termine, die seit der letzten Gruppenversammlung stattgefunden haben. Mit allen Arbeitseinsätzen besonders rund um die Fasnet war der Zunftgesellenboss mehr als zufrieden. Ebenso zufrieden war er mit der Plakettenausgabe und der Umzugsteilnahme der Zunftgesellen. Eine Herausforderung für die Zunftgesellen war es, den neuen Durchgang für die „neuen“ Damentoiletten in der Scheffelhalle zusätzlich zu den Dekorationsarbeiten zu errichten. Aber wie immer meisterten die Zunftgesellen dies mit Bravour und erhielten vielfachen Dank von den Besucherinnen der ausverkauften Bälle. Der Durchgang wird wahrscheinlich auch so lange halten wie schon manch andere Installation in der Scheffelhalle, die von den Zunftgesellen in früheren Zeiten errichtet wurden.
Durch die Statistik, die Markus seit einigen Jahren an den Gruppenversammlungen präsentiert, wurde sichtbar, dass die Gruppe der Zunftgesellen ein hohes Durchschnittsalter hat und Ideen gefunden werden müssen, um auch jüngere Mitglieder oder Neulinge zu motivieren bei den Zunftgesellen einzutreten bzw. zu bleiben. Nur so können die Traditionen, die von der Gruppe jedes Jahr aufs Neue gepflegt werden, an die junge Generation weitergegeben werden. Zu diesen Traditionen gehört auch das Holen und Stellen des Narrenbaums am Schmutzige Dunschdig. Beides klappte hervorragend, unter anderem auch weil ein sehr versierter Fuhrmann gefunden werden konnte und sich das Narrenbaumstelltraining immer mehr bemerkbar macht.
Eine besondere Freude machten die Zunftgesellen ihrem Boss zum 20-jährigen Jubiläum mit einem am Fasnetsfreitag gebauten Prunkwagen, von dem er an den darauffolgenden Umzügen mit seiner Frau, der „Hallenkueh“ Manu, den Zuschauern „Hoorig“ zurufen konnte.
Michael Weber (Mucky)

14.02.2018
Historisch kurze Narrenbaumversteigerung
In historisch kurzer Zeit wurden der Baum und der Dolden des Narrenbaums versteigert. Peddi Schwarz schlug den Baum überraschend schnell Zunftgesellenboss Markus Stengele für sein 20-jähriges Jubiläum als Gruppenführer zu. Jogi Kohnle versteigerte in nicht minder kürzerer Zeit den Narrenbaumdolden an Peddi als „Retourkutsche“ für seine Blitzversteigerung. Peter Gäng brachte schon mehr Geduld bei der Versteigerung des Narrenlochs auf, wobei sich der Poppele-Chor für sein 60-jähriges Jubiläum schnell als konkurrenzloser Kandidat abzeichnete.
Holger Marxer wurde mit dem Wurstzipfelorden 2018 ausgezeichnet. Tiefe Einblicke vom Werdegang bis zur Verwertung einer Wurst zeigte Benedikt Sauter in seiner Wurstzipfelrede auf. Die Wurstzipfel werden traditionell von der Bürgermeisterin Ute Seifried gespendet. Unter geringem öffentlichen Interesse wurde der Poppele von seinen Räten in seine Gruft getragen. (kpb)

Markus Stengele und Peddi Schwarz erhielten den Baum und den Dolden des Narrenbaums

 

11.02.2018
Närrisches Treiben auf Singener Rathausplatz trotz widrigem Wetter

Der 124. Jahrmarkt auf dem Singener Hohgarten bot Spaß bei Nieselregen und Schneegraupel.
Windböen und Kälte halten Narren nicht davon ab, über den Närrischen Jahrmarkt zu bummeln. Das zeigte sich gestern auf dem Rathausplatz. Farbenfroh kostümiert fanden sich ab der Mittagzeit immer mehr Besucher ein. Schon beim Ankommen war das Wetter vergessen, denn es hieß: "Mir kämpfet für de Grillplatz uf de Karlsbastion" – und man war mittendrin im närrischen Treiben. "Das müssen wir hier mal kundtun, die erlaubte Grillstelle ist weg, sie wurde entwendet. Ahnungslos stehen wir vor dem Nichts", machten sich Susanne Egger und Gabi Freybler für die Grillfreunde stark. Gleich nebenan hatten die Freunde der Scheffelhalle eine Bau-Bude aufgestellt. "Die Bevölkerung soll mal selbst Hand anzulegen für einen Anbau an die Scheffelhalle. Die Stadt und die KTS tun ja nix", rief Helmut Thau zum Mitwerkeln auf.
Bestens gelaunt zeigten sich die Rebwiiber vom Hutstand, auch wenn es bis zum Mittag nur schleppend lief. Aber sie waren sich sicher: "Die gehen alle noch weg." Rund 90 Unikate in wundersamen Variationen hatten sie kreiert, dazu Krawatten, die ebenfalls ihre fantasievolle Handschrift tragen. Düfte nach Fettgebackenem, Dünnele oder Dampfkartoffeln mit Knoblauchsoße verbreiteten sich zwischen den Ständen und verlockten zum Schmaus, beim Wurstschnappen war von den Kindern jedoch Einsatz vonnöten.
Jahrmarkts-Besucher sind ein treues Publikum. Ganz gezielt steuerten sie auch gestern die einzelnen Stände an. Der Billige Jakob hat seine Abnehmer unter Kruschtliebhabern, die Artikel für alle Anlässe und Lebenslagen stapelten sich breitflächig hinter dem Stand. Stets dicht von Kundschaft umringt wurde die Auslage immer wieder aufgefüllt. Das Team wusste seine Artikel an Frau und Mann zu bringen: "Was? Eine Käs-Schüssel hast du schon? Aber der Trend geht zum Zweit-Topf."
Närrischer Jahrmarkt der Poppele-Zunft
Auch die Bücher-Mäuse waren bestens sortiert: "Goethes Faust oder Stephen King, oder auch Simmel, der ist wieder in. Wir haben alles." Und am Stand herrschte reger Andrang. Von der Bühne schmetterten die Musikkapellen über den Rathausplatz, bei der Muettersproch-Gsellschaft bewies der Kasperl, dass er auch alemannisch kann. Bei den Hegauer-Wolfs-Hexen konnte man das Fürchten lernen: So manch einer machte im Gruselkabinett in der abgedunkelten Hexen-Höhle schon auf halben Weg wieder Kehrt. Ganz anders ging es bei den Rebwiibern vom Speckbrotstand zu. Ute Fischer und Hilde Graf riefen zum Bagger-Ballett und alle machten fröhlich mit. "Die Choreografie ist durchaus zu schaffen, Kunst kann man überall machen", tanzten Jung und Alt um die umhüllte Conti-Ruine im Pappformat. Dabei rissen sie mit Baggerschaufeln an den Händen die Papierverkleidung herunter und ein neues Kunstwerk wurde sichtbar.
Lange Tradition
Grauer Himmel und feuchtkalte Witterung – für Narren kein Grund, zuhause zu bleiben. Der Närrische Jahrmarkt gehört seit bereits 124 Jahren zur Fasnet in Singen. Das bewies sich gestern wieder auf dem Rathausplatz. Besucher bummelten fröhlich gestimmt durch die Marktgassen und ließen sich vom närrischen Treiben mitreißen. An den Bewirtungsständen hatten Vereine für ein vielfältiges Angebot an Spezialitäten gesorgt. (ros)
Quelle: Südkurier Singen, 11.02.2018 Christel Rossner
10.02.2018
Zweite Schnurrernacht gleich mit Rekord
18 Gruppen zogen am Freitagabend durch die Kneipen und Zelte in Singen
Fast schon eine Volksbewegung - eine richtig närrische. Ulrike Wiese, Bürgermeisterin des Narrenverein Neu-Böhringen, der zusammen mit der Poppelezunft die zweite Singener Schnurrernacht durchführte konnte schon gleich einen neuen Rekord vermelden 18 Gruppen mit rund 160 teilnehmern hatten am Freitag mitgemacht und sichtbar ihren Spaß. Sie wünschen sich allerdings doch mehr Publikum, das ihre kleinen Nattenspiele für unterwegs genießen wollte. Davon lebt die Fastnacht ja übrigens auch. Gerade dieses Jahr habe man über die Medien versucht mehr Publikum an die Stationen zu locken, sagte Wiese. Peter Bliestle, der für die "Beschnurrten" sprach, meinte, dass es schon richtig Spaße gemacht habe, ständig von neuen Narrengruppen Besuch zu bekommen.
Die Veranstalter der Poppelezunft und des Narrenvereins Neu-Böhringen konnten für die schöne Maske wie den Auftritt fünf Preise vergeben. Sie gingen "Olympioniken", die "Löliolympiade" das Schlatter Team "Schlammaika", das "Conti Dreigestirn" und die "Alt Singener". Die Veranstalter hatten betont, dass die Schnurrergruppen möglichst ganz im Gesicht maskiert sein sollten und auf jeden Fall nicht erkennbar. Der Hauptpreis, eine Führung durch die Hirsch-Brauerei als einer der Sponsoren, gewann die Gruppe "Lölioliypiade". Der Preis wurde verlost. Abseits der Preisvergabe gab es wirklich faszinierende Gruppen, Zum Beispiel die "Zigeuner Familie vom Tanneberg" aus Tengen-Weil, die ganz schon authentisch im früheren Südstadt-Look daherkam und munter Lied um Lied sang. Oder eine ganze Schar blinkender Weihnachtsmänner mit ihrem Leiterwagen.
Quelle: Wochenblatt, 10.02.2018 von Oliver Fiedler
 
08.02.2018
Singener Fastnacht: Wo der falsche Ton genau richtig ankommt...
Bunt und schräg – so ist die Fastnacht. Die Farbe gab's in Singen beim Umzug. Und das Schräge dominierte im Rathaus.
Das Bedürfnis nach Farbe ist groß. Seit Wochen verwandelt der winterliche Himmel den Alltag in ein graues Einerlei und allein deshalb tut am Donnerstagsnachmittag das bunte Treiben beim Fastnachtsumzug durch die Singener Innenstadt gut. Einige tausend Menschen säumten die knapp eineinhalbstündige Tour der Narren und ließen sich von Hästrägern, Fanfarenzügen, Narren- und Guggenmusikgruppen aufmuntern. Dabei hatten sich etliche Zuschauer ihrerseits mächtig ins Zeug gelegt. Mal ganz abgesehen von den originellen Verkleidungen, die an der heimischen Nähmaschine entstanden sein müssen, zeugten Haareinfärbungen oder Gesichtsmalereien von viel Kreativität.
Vielleicht lag's an der zeitaufwändigen Vorbereitung, dass am Vormittag vergleichsweise wenige Narren unterwegs waren. Einzig beim Schuhhaus Wöhrle, wo die Idee der Straßenfastnacht ein letztes Asyl gefunden hat, herrschte dichtes Gedränge. Das Narren-Nest am Hohgarten zwischen Stadthalle und Rathaus dagegen füllte sich erst kurz vor dem alljährlichen Entmachtungsritual im Sitzungssaal der Rathauses.
Dabei ging es herrlich schräg zu. Zum Beispiel beim Gesang der SPD: Den Anfang machte Hans-Peter Storz und schon nach den ersten Tönen war klar, dass der Stadtrat gut beraten ist, wenn er in der Politik bleibt und nicht dauerhaft ins Gesangsfach wechselt. Wobei man ihm in gewisser Weise Unrecht tut: Nach ihm erhob seine Kollegin Regina Brütsch die Stimme und beim Wettbewerb um die Referenz an die Atonalität schlug sie ihren Kollegen mit Bravour. Inhaltlich ging es bei den Liedern übrigens um den problematischen Abriss des Contis, das möglicherweise von allein in sich zusammenfällt, wenn der Gemeinderat sich jemals zu einem gemeinschaftlichen Chorkonzert vor der Ruine entscheiden sollte...
Das närrische Volk im Saal und auf der Galerie war damit in seiner alefänzigen Erwartungshaltung bestens bedient – so sehr, dass sich nach dem SPD-Auftritt ein paar Stimmen erhoben und von der Fraktion der Neuen Linie erbaten, doch bitte nicht auch noch zu singen. Die Gruppe zeigte sich gnädig und sorgte stattdessen unter Leitung von Stadtrat Dirk Oehle mit einem amüsanten Parcours für den Poppele durch die verschiedenen Baustellen Singens für einen Schnellkurs über das aktuelle Hauptthema in der Stadt. Wie sehr die FDP das Ohr am Volk hat, zeigte Kirsten Brößke: Sie leitete ihren Beitrag vor den Narren mit der Bemerkung ein, dass ihre Fraktion aufs Singen verzichte – und erntete prompt Applaus.
Ihrer begrenzten Fähigkeit in Sachen Tonlage bewusst sind sich offensichtlich die Freien Wähler. Mit Unterstützung des Narrenmusik-Trommlers und des dazu rhythmisch klatschenden Publikums beschränkten sie ihre Verteidigungsrede auf die rappende Form des Sprechgesangs. Den Mut zur närrischen Grenzüberschreitung, die niemand weh tut, aber jedem Freude macht, zeigte schließlich noch die CDU. Inge Kley nutzte dabei ihre Altersfreiheit und schwärmte fern von jeder Art feministischer Korrektheit bei einem Tänzchen von der Möglichkeit der Stadt Singen zu einem offiziellen Freudenhaus, wenn denn erst die 50 000-Einwohner-Marke überschritten ist.
So närrisch sich die Räte aber auch gaben, eine Chance gegen Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk und seine Mitstreiter hatte die politische Elite der Stadt nicht. Und auch Oberbürgermeister Bernd Häusler hatte trotz seiner Behauptung, das Conti nur wegen der Narren stehengelassen zu haben, nichts gegen die akklamatorisch herbeigeführte Entmachtung ausrichten. Gut aus der Affäre beim närrischen Ritual der Zwangsbeurlaubung während der Hochzeit der Fastnacht zog sich Bürgermeisterin Ute Seifried: Sie verband ihr Einverständnis zur Entmachtung mit einem Zungenbrecher in ihrem Karlsruher Dialekt – Stephan Glunk meisterte ihn so lala unter dem Gelächter des Rathaussaals.
Quelle: Südkurier 08.02.2018 von Torsten Lucht
 
08.02.2018
Mutige Tänzer und Karaokoe-Sänger auf dem Rathausplatz
Einen Platz zu beleben ist wahrlich nicht leicht. Das hat die Singener Poppel-Zunft erkannt und einen Karaoke-Wettbewerb auf dem Rathausplatz eingeführt.
Hansele Kai Lupsina heizte auf dem Rathausplatz mit seiner "Freibadmusik" die Stimmung an. Das war auch bitter nötig, denn die Wetterbedingungen am Morgen des Schmutzigen Dunschdtig waren alles andere als freibadtauglich. <em>Bilder: Gudrun Trautmann</em>Tyara und Chiara Aideyan haben für ihren Karaoke-Auftritt nicht nur den Song geübt, sondern auch wochenlang Tanzschritte dazu einstudiert. Poppele-Zunftmeister Stephan Glunk (mit Mikrofon) feuert die Mutigen an.
Wer ein echter Narr ist, den schreckt kein Wetter. Auf dem Rathausplatz zeigte sich die etwas ausgedünnte Narrenschar am Vormittag des Schmutzigen Dunschdig trotz des leichten Schneetreibens und der kriechenden Kälte gut gelaunt und motiviert.
Seit die Poppele die Schüler nach der Schulbefreiung zum Karaoke-Singen auf die Bühne einladen, ist der Platz zwischen Rathaus, Stadthalle und Hotel belebt. Zunftmeister Stephan Glunk ermuntert die Kinder und Jugendlichen mit seiner launigen Moderation zu ihren Auftritten. Ob als Einzelkämpfer wie Agnesa oder als Tanzgruppe, wie die Klasse 4B von der Waldeckschule; so ein Autritt erfordert ganz schön viel Mut. Manche, wie die beiden Schwestern Tyara und Chiara Aideyan, haben wochenlang dafür auf dem Schulhof geübt. Insgesamt haben die jungen Sänger und Tänzer jede Menge Fans, die ihnen die Auftritte erleichtern, indem sie mittanzen, mitsingen und am Ende heftigen Applaus spenden, wenn die Kleinen singen: "Das Leben tanzt Sirtaki". Da bleibt kein Auge trocken.
Quelle: Südkurier, 08.02.2018 von Gudrun Trautmann
 
07.02.2018
Höchste Ehre für ein Rebwieb
Den höchsten Orden für ein Rebwieb erhielt Angelika Waibel-Willam. Auch »Faschings-Baubär« und »Mr. WOCHENBLATT« geehrt
Den höchsten Rebwieberorden bekam Angelika Waibel-Willam am Dienstagabend beim Ordensabend der Poppele-Zunft in der Scheffelhalle verliehen. Die Vorsitzende des Zunftschüürfördervereins hat den Poppele auf dem Fass in Gold redlich verdient. Insgesamt durfte Zeremonienmeister Ingo Arnold 107 Orden anstecken.
Auch zwei besondere Ehrenzünftler haben die Poppele in ihren Kreis mit aufgenommen. Die aus dem hohen Norden (Karlsruhe) – also noch dem Faschingsland stammende – Bürgermeisterin Ute Seifried hatte sich ganz dem diesjährigen Fasnetsmotto als Baubär verkleidet und bekannte, dass ihr der ehemalige Konstanzer OB Horst Frank geraten habe »Entweder Skizufahren oder mitzumachen«. Sie habe sich für letzteres entschieden.
Während Ute Seifried nun das Kopftuch der Rebwieber trägt, durfte sich der Verlagsleiter der Singener WOCHENBLATTs, Anatol Hennig, die Ehrenzunftgesellenmütze überstreifen. Er hatte gleich auch noch die neue Poppele-Zeitung mitgemacht, die als krönender Abschluss der Ordensabends verteilt wurde. Drei Dinge mache diese besondere Narrenzitung aus, erklärte Hennig. Zum einen würde hier noch Mundart publiziert, zum zweiten sei sie mit 53.000 Exemplaren die auflagenstärkste und drittens dank eines Deutschlehrers wohl auch jene Narrenzeitung mit den wenigsten Rechtschreibfehlern.
Für kurzweilige Unterhaltung sorgten musikalische Auftritte von Mitgliedern des Poppelechors, einer Rock & Roll Version des Fanfarenzugs, Angelika und Gerlinde, die nicht nur dessen Lied vom Narrenspiegel, sondern auch gleich noch Zunftmeister Stephan Glunk höchst persönlich für ihren Auftritt nutzten. Einzigartig auch der Auftritt von Klaus Bach an der Klarinette mit Peter Bliestle vom Tiroler Eck – siehe auch die Facebookseite des WOCHENBLATT.
Quelle: Wochenblatt, 07.02.2018 von Stefan Mohr
 
Ausgabe 2018 ... klick
05.02.2018
In der Scheffelhalle hat’s gebrummt
"Siehsch' es brumme" fragen die Poppele zur Fasnet 2018 und die Narrenschar überzeugt durch kreative Motto-Kostüme.
Baustellen, wo hin das Auge reicht: Beim Ball der Bälle im Stall der Ställe, dem traditionellen Zunftball der Poppele in der närrisch dekorierten Scheffelhalle, machten die Narren das bauliche Provisorium aus den 20er-Jahren zum Nabel der Stadt, in der aktuell auch wieder an allen Ecken und Enden gebuddelt wird. Bruno Baubär traf auf Bob, den Baumeister, sogar die längst unter Artenschutz stehenden Mauerspechte haben in Singen ein neues Habitat gefunden – das entkernte Conti-Hochhaus. Vielleicht sollte die Stadtverwaltung auf das Angebot zurückgreifen, um die unendliche Geschichte rund um den Conti-Abriss noch zu einem guten Ende zu führen...
Andere mutige Fasnachter baggerten alles an, was zu finden war. "Heute kann ich jeden anbaggern", lobte Bernhard Ficht vom eifrigen Poppele-Bautrupp sein Häs und freute sich mit der Truppe über den Preis, den sie bei der traditionellen Kostümprämierung einheimsten. In der Scheffelhalle sah man's brummen. Motorsportfreunde hielten die Schilder der Tuningszene hoch und forderten die Rückkehr der Tourenwagenmeisterschaft auf den Alemannenring – mit dem 30er-OB Bernd Häusler als neuem DTM-Piloten. Mit giftigen Stacheln und prall gefüllten Verpflegungssäckchen brummten dutzende Hummeln durch die Halle und allüberall auf den Helmspitzen, sah man gelbe Lichter blitzen. Die Bautrupps und Absperrverantwortlichen bevölkerten die Tanzfläche ebenso, wie ein Trupp ahnungsloser Grillfreunde auf der Suche nach dem Grillplatz auf der Karlsbastion.
Bis in die frühen Morgenstunden wurde geschwoft und im ausverkauften Saal getanzt. Nur Inge und Peter Kaufmann richteten als Narren mit Geschäftssinn den Blick schon weit voraus: Da der Zunftball 2018 innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war, boten sie einen Vorverkauf für Zunftballeintrittskarten der kommenden Saison an und hatten damit einen Preis der Jury zur Kostümprämierung sicher.
Quelle: Südkurier Singen, 05.02.2018 von Matthias Biehler

 
04.02.2018
Von Maggi-Suppe bis zum Conti
Die tolle Maskenprämierung beim Zunftball
Jemanden, den Zunftball der Poppele-Zunft in der Scheffelhalle zu beschreiben, ist fast unmöglich. Denn die schiere Ausgelassenheit von 1.500 Narren in den vielfältigsten Kostümen, muss jeder selbst erlebt haben, damit er begreift, was den Charakter des Zunftballs ausmacht. Kein Wunder, dass die Veranstaltung jedes Jahr ratzfatz ausverkauft ist. »Phänomenal«, nennt es Zunftmeister Stephan Glunk und liegt damit goldrichtig. Die Maskenprämierung bringt jedes Jahr die irrwitzigsten Kostüme in die Scheffelhalle zum Vorschein. Oder wer etwa hat schon eine Maggi-Suppe in Überlebensgröße gesehen oder Brillen aus zwei Metallsieben.
Die Absperrung beim Schaulaufen zeigte die immense Teilnehmerzahl gerade bei den Gruppen. Sieger bei den Gruppen ohne Motto wurden bezaubernden Hohentwielfeldelfen, in ihrem zehnten Jahr. Bei den Mottogruppen dominierte wie beim Narrenspiegel der Poppele in der letzten Woche das »Conti«. Doch auch der mobile Wochenmarkt und die DTM wurden prämiert.
Quelle: Singener Wochenblatt, 04.02.2018 von Stefan Mohr
 
28.01.2018
Poppele liefern Mix aus Show und Witz
Der Singener Narrenspiegel 2018 setzt Maßstäbe. Das liegt an der Mischung von guten Einzelbeiträgen und der Gesamtinszenierung

Die Narren sind so früh dran wie selten. Selbst der Oberste unter den schrägen Gesellen, die sich am Wochenende in der Stadthalle zum Narrenspiegel versammelten, gestand es ein: Bei einer Plauderei meint Zunftmeister Stephan Glunk, sich irgendwie noch im Weihnachts- beziehungsweise Silvester-Modus zu befinden. Umso verwunderlicher, wie schnell bei der Narrenspiegel-Premiere am Freitagabend dann doch der innere Kalender bei den Besuchern auf Fastnacht umgestellt wird. Zum Auftakt genügen ein paar Takte des Fanfarenzugs und nebulöse Bemerkungen des Poppele – schon richtet sich der Saal in der fünften Jahreszeit ein. Dass danach die Stunden wie im Flug vergehen, hat folgende Gründe:

Die Show:
Man kommt mit dem Schauen kaum nach, der Aufwand bei der Bühnengestaltung mitsamt der Beleuchtungs- und Nebeleffekte ist enorm. Die Kostüme sind allemal Hingucker – etwa beim Auftritt der Kindertanzgruppe zum Thema Bollywood oder der Tanzgruppe Jessica, die den Konflikt um den geplanten Kiesabbau im Dellenhau in Kurzform eines Musicals darstellt. Zum bunten Bild trägt die Detail-Verliebtheit bei, so hat beim Hindernisparcours der Tanzgruppe Inge jeder als Requisite eingesetzte Fahrradlenker seine eigene Note. Apropos Note: Beim herrlich schräg singenden Poppele-Chor lässt sich erahnen, wie viel Spaß die seit 60 Jahren auftretende Truppe in den Proben haben muss. Über allem aber steht das Bühnenbild – und der Singener Künstler Gero Hellmuth erntet für das Hauptwerk des diesjährigen Narrenspiegels einen Sonderbeifall des Publikums.

Die Sketche:
So viel steht fest: Der Ortsteil Bohlingen ist immer für einen Witz gut – sei es nun beim Sketch der Narreneltern (Ekke Halmer und Peter Kaufmann mit Christine Kaufmann) mit Verweis auf den Bohlinger Fleischkäse ("Usse knusprig und inne it ganz bache") oder in der Büttenrede von Simon Götz, der sich fragt, wer denn bitte schön freiwillig ins Bohlinger Neubaugebiet ziehen möchte. Der Running Gag ist jedoch nur ein Beispiel für die vielen Bezüge zu lokalen Begebenheiten und Personen. So nehmen Babsi und Benedikt (Babsi Lienhard, Benedict Sauter) in der Bauamtsszene die Umwege der Passanten über die Anliegergeschäfte während der Umbauphase der Hegaustraße aufs Korn und Fidele und Nazi (Rüdiger Grundmüller, Ali Knoblauch) empfehlen dem Singener Alt-OB und Ex-Minister Andreas Renner angesichts seines Sündenregisters statt des an Weihnachten zurückgelegten, neun Kilometer kurzen Pilgerwegs von Jerusalem nach Bethlehem eine Tour von Singen nach Santiago de Compostela mit rund 1900 Kilometern. Eine Klasse für sich sind Angelika Berner-Assfalg und Elisabeth Paul als Vertreterinnen des städtischen Kummerkastens, die übrigens ebenfalls das Image Bohlingens als Ortsteil der Besonderheiten kultivieren: Die Ausschilderung sei hier wegen zwei Auswärtigen pro Jahr nicht nötig...

Die Musik:
Den Original-Aussteigern aus Gottmadingen unter Leitung von Hans Seiler ist es zu verdanken, dass der Narrenspiegel auch während der Pausen keine Stimmungsdelle bekommt. Ein Meisterstück der Verwandlung gelingt dem Blasmusikorchester unter Dirigent Michael Stefaniak, das vom bräsigen Tonfall nach und nach in den Jazz gleitet und am Ende originelle Variationen von Fastnachts-Ohrwürmern präsentiert. Der Saal tost und man erlebt den seltenen Fall, dass mitten in der Show eine Zugabe gespielt wird.

Allerlei:
Alles ist gut – aber manches ist besser beim Narrenspiegel. Hut ab vor der einfachen, aber effektiven Vortragskunst von Stephan Glunk. Als wär's nichts, reimt er Grausen auf Volkertshausen und kommt von der Butter zu Bürgermeister Mutter – bei so gut wie jeder Strophe erreicht sein als musikalisches Allerlei bezeichneter feiner Humor das Niveau kabarettistischer Kleinkunst. Am Ende des Abends gibt's dann übrigens nochmals ein Allerlei im Sinne des Wortes: Szenen und Songs der jungen Narrentruppe des "Rotlichtmilieus" kombinieren Bühnen-Show, Tanz, textliche Brillanz und Kritik. Wär's nicht die Zeit der Narrenkappen, man würde klassischerweise enden mit einem: "Chapeau!"

Teamarbeit
Die Regie für den Narrenspiegel lag in den Händen von Ekke Halmer, Stephan Glunk und Ali Knoblauch. Die Texte stammten von Stephan Glunk, Karl Götz, Sandra Gäng-Decker, Simon Götz, Christine Kaufmann, Peter Kaufmann, Ali Knoblauch und Ekke Halmer. Für Ton und Technik waren Christoph Schaible und Rudi Keller zuständig, für die Beleuchtung Josef Oehmann und Eugen Maier. Zur Bühnenmannschaft gehörten Eugen Kania, Stefan Harter, Marko Jakobi, Thomas Kollek, Tobias Knittel, Christoph Knittel, Fabian Liehner, Kurt Hofmeister, Manfred Liebemann, Hans Willam und Maximilian Willam.
Quelle: Südkurier, 28.01.2018 von Torsten Lucht
 

27.01.2018
Das Conti als Lustmeile und ein motzender Baubär
Kurzweiliger und vielfältiger Narrenspiegel 60+1 der Poppele
Ein motzender Baubär, ein närrisches städtisches Blasorchester und immer wieder das Conti, das schon auf dem tollen neuen Bühnenbild von Gero Hellmuth vom Poppele niedergerissen werden soll, zum Parkhaus oder im Finale gar wieder zu Singens neuer Lustmeile umfunktioniert werden soll – der Narrenspiegel der Poppele-Zunft in der bestens besuchten Stadthalle war eine dreieinhalbstündige, kurzweilige Narrenschelte. Wortwitz gepaart mit Mundart, Schunkeln zu bekannten Fasnetsliedern rundeten den unterhaltsamen Freitagabend ab. Für die Vorstellung am Samstagabend gibt es noch Karten. Los geht es um 19.30 Uhr.
Der ein oder andere Besucher könnte vielleicht anmahnen, dass einige Passagen der mehr als bissigen Büttenrede von Simon Götz lieber mit dem Florett als dem Säbel ausgeführt worden wären. Doch bewusst wollte er dies, so sei Schlussplädoyer. »Die närrische Weltsicht kritisch und ehrlich, nicht nur brav und bieder, die reißt nicht mol ein närrischer Bautrupp nieder.« Sein Auftritt als Bau-Desaster-Bär - »bei jedem Mist, der hier verzapft wird, wird von mir ein Bild darauf geklatscht« sorgte dennoch für zahlreiche Lacher.
Überhaupt muss sich die Poppele-Zunft keine Sorgen um die Zukunft machen. Denn ihr finaler Abgesang auf das Conti, als neue, alte Glücksmeile Singens bot rasante Musik mit kratzbürstigen Texten. Auch hier musste der ein oder andere vielleicht ob der ein oder anderen Fototocollage oder des Striptease von zwei als Frauen verkleideter Männer schlucken. Ein Beispiel »Mir sind am End« mit der Melodie von Skyfall und den am Spieltisch das Geld verzockenden OB Bernd Häusler und Ute Seifried. Die Beiden standen quasi den ganzen Abend unter närrischem Dauerbeschuss.
Auf ihre bekannte Art machten sich auch Babsi und Benedikt über die vielen Baustellen lustig, sogar mit Taucherflossen wegen des Wasserstandes am Herz-Jesu-Platz. Und Zunftmeister Stephan Glunk sang über das voll gelungene Bühnenbild von Gero Hellmuth, »stoht des Conti a de nächste Fasnet no, no passet auf! No hängemer des Bild dann wieder auf.«
Unvergesslich bleibt sicherlich der Auftritt des närrischen Blasorchesters: Ihre neue Version von »Hoorig isch de Sell«, die sich Dirigent Michael Stefaniak ausgedacht hat, sorgte beim Publikum für stürmischen Applaus und den Ruf nach einer Zugabe. Doch es war die Mischung, die den Narrenspiegel 60+1 auszeichnete. Etwa der Poppelechor, der sein 60. Jubiläum in Kostümen von Cowboys und Indianer feierte. Fidele und Nazi, die ganz keck in Kostümen mit Dudelsack, die Singemer Welt erklärten. Beim Thema Gewächshäuser etwa mit der Schelte »Eine Gurke hackt doch einer anderen Guke kein Auge aus«.
Oder die umwerfend komischen zwei Damen, die zur Aufmunterung ob der vielen verzwickten Bürgermeldungen, den ein oder anderen Schluck aus der Bürogießkanne nahmen. Anmutig auch der Kampf der Waldgeister und der Bauarbeiter im Dellenhau der Tanzgruppe Jessica. Die Kindertanztruppe brachte ein Hauch Bollywood in die Stadthalle. Und die Tanzgruppe Inge setzte das Baustellenchaos perfekt in Szene. Und »Guide« Mari kaufte sogar den Narreneltern den Schneid ab.
Quelle: Singener Wochenblatt, 27.01.18 von Stefan Mohr
 
 
 
 
 
 
 


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Stand: 21. Juni 2018